Reisebericht Mai 2010

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Reisebericht Mai 2010

Beitrag  Lisa2104 am So 17 Okt 2010, 21:27

]Am 12.05. ging es los. Mit dem neuen HpiN Wägelchen starten wir nach der Arbeit gegen 20 Uhr in Osnabrück.

Unser Weg führte uns über Köln und Trier. In der Ecke Aachen laden wir noch eine große Menge an Futter und einen Gefrierschrank ein. Danke an Geli! Du bist ein Schatz. Die Waschmaschine für Birgit (die Pflegerin in BCN) hatten wir schon dabei. Die meisten E-Geräte fallen den Mäusen zum Opfer.

Nach einer schier endlosen Umleitung vor Trier waren wir dann endlich auf der Autobahn in Frankreich.

Kurz vor der spanischen Grenze standen wir dann im Stau. Was wollen die Franzosen alle in Spanien? Seltsam....hinter der Grenze hatten wir dann wieder freie Fahrt.

Um 15 Uhr erreichten wir das Hotel. Sehr müde....das Telefon klingelte. Antje.... "Wollt ihr mit aufs Land? Ich bin schon unterwegs". Nun, dann eben nur ein Stündchen Schlaf und ab aufs Land.

Ein paar Fotos gemacht, und Hundezwinger gesäubert. Abby hat eine böse Infektion am Hals. Alles liegt offen. Pures Fleisch und das im Regen und im Schlamm auf dem Land. Hilfe! Sie muss unbedingt mitfahren.

Antje hat eine Überraschung für uns. Die kleine Brackendame hat ein Baby geboren. Es war nichts zu sehen. Sie war nicht dicker, Kunststück bei einem Welpen. Leider hat der Bube es nicht geschafft. Am Samstag ist er gestorben. Ich denke, die Mama hat nicht gewußt, was sie tun muss. Sie hatte keine Erfahrung, sprang nur auf ihm rum. Eine Pflegestelle ließ sich nicht so schnell finden. Ob er es mit Flasche geschafft hätte? Nun ist er nicht mehr am Leben… das Baby ohne Namen.

Lewis hat sich gut erholt. Er hat zugenommen, teilt sich mit der kleinen Sari und Ora ein Gehege. Sari ist noch sehr dünn, dabei aber lieb ud freundlich. Ora ist eine von den ganz zarten Seelen. Dabei wird sie aber Vögelchen sehr sehr spannend finden. Lustige Truppe!

Luri ist ein Luri...er wirkt ein wenig traurig, eher ruhig, freut sich über jede Berühung und Leckerlies. Zweimal durfte er schon Blut spenden. Er ist unser Held! :HH

Troll sitzt nun einzelnd, ganz vorne am Gehege. Meistens springt er auf die Hütte, beobachtet alles. Er frass uns aus der Hand, ließ sich aber immer noch nicht anfassen. Was soll aus ihm werden?

Opa Goon hat Probleme mit den Augen. Er muss zu einem Spezialisten. Vielleicht ist der Augendruck zu hoch? Die Linsen werden trübe. Hat er noch eine Chance auf eine Vermittlung? Er bellt die ganze Zeit, möchte uns kennenlernen.

Nana, die kleine schwarze Hündin und auch Kugli, ebenfalls "winzig" sind nett aber oho. Beide sagen, wo es langgeht, sind aber generell verträglich. Nana hat keine Rute, nicht mal im Ansatz.

Jelly wurde kastriert, erlitt dabei einen Blutsturz. Luri´s Blut hat ihr Leben gerettet. Nun geht es ihr wieder gut. Sie hüpft und springt neben uns her. So eine zarte kleine Puppe ist sie.

Die Bretonen-Bande ist gut drauf. Cilly und Bita dürfen fahren. Die Mädchen haben es immer einfacher.

Um 21 Uhr verlassen wir die Berge und fahren schnell ins Hotel. Antje will uns noch zum Essen ausführen. Um 22.30 Uhr ist sie da. Wir sind so müüüüdeeeeee. Um 1.30 Uhr liegen wir dann im Bett. Tote schlafen nicht tiefer.

Am Freitag regnet es in Strömen. Donnerstags hatten wir schon das Futter ausgeladen. Die Waschmaschine und den Gefrierschrank haben wir noch im Auto. Alte Arbeitshosen, Gummistiefel, auf zuürck aufs Land. Wir fahren noch zu Antje in die neue Praxis, laden die Spenden aus! DANKE!!! Abby haben wir vom Land mitgenommen. Sie wird behandelt und wir nehmen sie mit in die Pension für eine Nacht. Dort ist es wenigstens nicht so dreckig.

Danach geht es in die Pension. Der TIS Transport wird geladen. Wir helfen Boxen schrauben und beginnen Bilder von den Hunden zu machen. Teilweise müssen wir raten. Die Orange Belton Jungs sehen alle so "gleich" aus...

Grisi ist ein Schisserchen. Sie liegt nur platt auf dem Boden, mag nicht laufen. Für´s Foto muss ich sie hinstellen. Lisa versucht verzweifelt ein paar nette Bilder zu bekommen.

Die Jungstruppe ist laut. Wenn man sie aus dem Zwinger holt, hat man erst einmal eine Weile damit zu tun, die Hunde im Kreis um einen herum zu longieren. So liebe Buben. Sie himmeln uns an und sind dankbar für die Ausmerksamkeit.

Fellow ist ein ganz sanfter, sucht Körpernähe. Hält still und freut sich....

Duncan...WOW. Ein Setter wie aus dem Bilderbuch. Viel schöner als auf den Fotos.

Sabu, der Sabueso leidet im Zwinger. Er hat einen Koller, kratzt die ganze Zeit in der Ecke und verletzt sich dabei selbst. Leider ist er futterneidisch und sitzt daher alleine. SP Wohin kann er reisen? Es muss ein Liebhaber sein.

Trinchen haben wir fast übersehen. Die süße Oma saß im Korb hinter der Mauer. Schüchtern schaut sie um die Ecke und begrüßt uns. So süß das Mädel. Sie wurde bereits kastriert und sagt uns, dass sie gerne weich und bequem liegen möchte.

Die beiden Pointerinen Anni und Kea sind total entspannt. Beide sind etwas schüchtern, lassen sich aber gerne anfassen. Auch Anni war schon unterm Messer. Das Geschwür war gutartig! Gott sei Dank!

Opa Finley ist ein ganz netter, allerdings rüpelt er wegen des Futters ein wenig rum. Auch er sitzt daher alleine. Schade. Es ist sicher nur deshalb so, weil er einfach Hunger hatte. Der Opi ist immer noch sehr dünn.

Die kleinen Settermixe sind super schnuckelig. Lusso und Co. lassen sich gerne anfassen und freuen sich, als wir sie aus der Box holen damit wir Fotos machen können. Die Bretonen-Jungs beschweren sich, wollen auch raus.

Antje kommt zu uns. Ein Jäger, der seine Hunde in den unteren Zwingern der Pension hält, möchte eine Bretona abgeben. Ob wir sie vermitteln wollen? Lisa geht mit und macht Fotos. Schwere Sache. Er läßt sie einfach laufen. Sie ist eine ganz liebe, möchte gefallen. Er sagt, sie sei "orientierungslos" auf dem Feld. Daher kann er sie zur Jagd nicht gebrauchen. Auf einen Pfiff kommt sie zurück. Nicht gewollt....weggestoßen. Ob wir etwas finden?

Müde und hungrig sind wir nun. Wir verabschieden uns um 21 Uhr und fahren ins Hotel. Eine Pizza bestellen und ab ins Bett. Morgen ist große Fahrt...

Um 16 Uhr verlassen wir das Hotel und fahren aufs Land. Boxen bauen, zwei Hunde für einen anderen Transport mitnehmen und unsere Wauzis einpacken. Weiter geht es in die Pension. Weitere Hunde müssen ins Auto. Die Katze fehlt noch. 2 Samojeden, die 3 mal ihr Auto verpaßt haben, werden spontan bei uns eingeladen. Baoh, sind die laut....

Grigia und Pinocchio hüpfen neben uns her. Gutgelaunte Podis sind doch nett. Die beiden wollen definitiv SOFORT bespaßt werden.

Um 20 Uhr verlassen wir wie geplant die Pension und fahren gen Norden. Die Nacht wird lang.

Am frühen Morgen haben wir den ersten Stopp, alle Hunde ausladen, Gassi gehen, Medikamente und Anweisungen verteilen, Hunde tränken, Boxen säubern und wieder einladen. Kaffee!! Keine Zeit... *grins*

Nach und nach leert sich das Auto. Kurz vorm Ziel stehen wir im Stau, umfahren diesen und verlieren nur eine Stunden. Alles läuft nach Plan. Wir möchten ankommen.

Die Lisa muss noch mit der Bahn von Osnabrück bis nach Hamburg. Ich kann meine Hunde einsammeln und um 18 Uhr die Beine im Garten ausstrecken. Der Hunger ist irgendwie verpufft. Der Kreislauf mag nicht mehr.

Boxen säubern wird vertagt. Waschmaschine anstellen, duschen und ab ins Bett. Montag klingelt der Wecker um 05.30 Uhr!

Das war unsere Tour im Kurzformat. .--W
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Re: Reisebericht Mai 2010

Beitrag  Lisa2104 am So 17 Okt 2010, 21:27

Wie Liane schon geschrieben hat, ohne einander würde man das als Vom-Herzen-Vermittler wohl nicht hinkriegen...man hat den Bezug zu den Hunden - obwohl man einige noch nie wirklich gesehen hat. Dann steht man da und fühlt sie auf ein Mal und sieht ihnen direkt in die Augen...

Tja, meine Sicht ist sicher eine ähnliche wie die von Liane.
Die Hinfahrt mit der Spendenaktion von Geli war schon atemraubend. Die liebe Dame hat mit dem Futterhaus in Düren eine wahre Meisterleistung vollbracht - der Sprinter war voll! Unfassbar!
Sicher ist die Fahrt anstrengend, aber man weiß wofür man es macht.
Angekommen waren wir, wie Liane schon schrieb, ziemlich hinüber. Unsere Kreisläufe waren durcheinander und eher auf Schlaf eingestellt. Aber was soll's, irgendwann gewöhnt man sich an die Gliederschmerzen halt. ;-)

Abby hat uns sehr berührt, sitzt sie dort mit einem offenen Ekzem im Matsch und liebt uns trotzdem bedingungslos. Wer von uns allen sollte sich eine Scheibe abschneiden?! Wahrscheinlich jeder...
Manche der Hunde haben gute Laune, sie kennen es nicht anders. Wahrscheinlich sind sie in irgendeinem Zwinger aufgewachsen, sie kommen gut klar mit der Situation. Dennoch wünscht man jedem einzelnen, dass sie endlich wirklich wissen wofür es sich zu leben und zu freuen lohnt...

Der Freitag war kein guter Tag für mich. Erst Grisi, die uns kaum angucken mag, oder gar einen Meter selber laufen will. Eigentlich will sie gern unsichtbar sein...
Dann der, man muss ihm ja dankbar dafür sein, Jäger, der uns seine Bretona geben will. Als ich durch die Zwingeranlage laufen durfte, durch die wir sonst nicht gehen, hat mich schier der Glaube verlassen. So viele Hunde, denen es genauso geht wie unseren Wartenden - nur dass die wenigstens vor der Tötung sicher sind...ich habe mich kurz gefragt, was ich eigentlich mache!
Ein paar Meter weiter oben funktioniert man wieder, wenn man in all die Schnuten guckt, die Liebe wollen. Aber wirklich vergehen will das Gefühl nicht.

Das Einladen läuft irgendwie wie abgespult, man hält sich an die Liste und versucht sich nicht so viel emotional zu involvieren - sonst würde man sie alle einpacken. Zur Not noch auf dem Schoß.
Man ist spätestens in Deutschland auf Adrenalin. Die Nasen kommen endlich an und man schaut in glückliche Gesichter. Das tut gut. Auch die Hunde sind auf ein Mal glücklich, trotz allem was sie durchgemacht haben - im Vergleich zu ihren bisherigen Leben wahrscheinlich ein Witz. Eine große Last fällt bei uns ab, bei jedem Hund den man abgibt - einfach weil man weiß, dass der es jetzt besser hat.
Selbst die (ein ganz kleines bisschen nervigen) Samojeden haben sehr geduldig auf uns wartende Menschen gefunden, die hellauf begeistert waren.

Tja, und meine Rückfahrt per Zug mit Kater Max waren noch sehr anstrengend, weil die deutsche Bahn ja nie pünktlich ist (50 Minuten Verspätung) und schon gar nicht für jeden, der den enormen Preis für ein Ticket bezahlt auch einen Sitzplatz übrig hat...wir saßen dann zusammen im Flur, haben gestunken und gemaunzt. Was soll's. Ein bisschen verrückt sind wir halt ;-) Ich hatte sogar Begleitschutz von einem Polizisten - vielleicht dachte er, dass ich eine Bombe in der Flugbox habe. Ich habe mir die Witze verkniffen, die ich auf der Zunge hatte. Am Ende wusste er alles über Tierschutz und meine (im müden Zustand) sehr grantige Meinung zu einer bestimmten Art Hundehalter noch dazu.

Im Nachhinein und zwei Tage später, jetzt tun mir die Knochen nicht mehr weh, bin ich wieder besänftigt. Die süße und engelsgleiche Abby bleibt in ihrer Pflegestelle. Sie wird schon derartig geliebt, dass sie nicht mehr wegzudenken ist. Felix, der Leishmaniose positive Setter-Rüde stellt das Haus auf den Kopf und hat wahnsinnig viel Spaß dabei. Pinochio, der Podi-Junge darf endlich seine gute Laune mit jemandem teilen. Bita und Cilly, die Bretona-Ladies dürfen lernen was es heißt ein Zuhause zu haben...und so geht die Liste noch lang weiter.

Jeder Schmerz, jede Sorge, jede Angst...all das lohnt sich für jeden einzelnen Hund. Ich bin froh wieder mit Lianchen gefahren zu sein und werde es immer wieder machen.
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Re: Reisebericht Mai 2010

Beitrag  Lisa2104 am So 17 Okt 2010, 21:28

as Klinik-Team von Bitoxx sagt auch DANKE!

Wir konnten die Tierärzte und die Helferin kennenlernen, Abby in die Behandlung begleiten.








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