Hilfe für Pflegestellen

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Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:30

Verfasst am: 20 Jan 2007 17:23 Titel: Tips für Pflegestellen

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Hallo ihr Lieben,
die Frage taucht ja immer wieder auf was man als PS beachten sollte. Wenn man als PS anfängt ist es vielleicht ganz hilfreich etwas an die Hand zu bekommen. Für mich bzw. die Leute die ich "rekrutieren" konnte habe ich mal so eine kleine Liste zusammengestellt. Vieles davon habe ich auf anderen Seiten gefunden, leider weiß ich nicht mehr auf welchen.

1.Wenn ein Pflegehund kommt, sollten Sie ihn erst einmal ignorieren. Er soll in Ruhe ankommen und die Gelegenheit haben, sich an Ihrem Verhalten und dem Verhalten der menschlichen und der tierischen Mitbewohnern zu orientieren. Dieses wird er sicherlich vorerst aus der Ferne tun. Er wird sehen, wie die anderen Tiere im Haushalt auf Sie reagieren und seine Neugierde wird siegen. Bei manchen Hunden sind es Minuten, bei manchen Tieren auch Tage, je nachdem, welche Erfahrungen er mit Menschen gemacht hat. Sollte der Hund nach 3 Tagen immer noch panisch auf Sie reagieren, rufen Sie mich bitte an. Bedrängen Sie den Hund nicht durch locken oder gar heranziehen, damit auch er gestreichelt wird, dies bringt die Hunde im schlimmsten Fall in Konflikte die sie dann gegebenenfalls durch Drohen unterbinden. Kommt der Hund von allein und versucht vorsichtig Kontakt aufzunehmen, beachten Sie ihn, sprechen Sie freundlich mit ihm, sollte er Körperkontakt akzeptieren, streicheln Sie ihn kurz. Reagiert er ängstlich auf die Hand, belassen Sie es dabei, freundlich mit ihm zu sprechen und versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch mal. Sollte der Hund ängstlich auf Hände reagieren, lassen Sie den Pflegehund auch im Haus mit Leine laufen und manipulieren Sie ihn gegebenenfalls über diese, so kann der Hund seinen Individualabstand einhalten und Sie können ihn trotz allem kontrollieren. Der Griff ins Halsband ist für sehr viele Tierschutzhunde mit schlechten Erfahrungen verknüpft (allein schon durch das Verladen).

2.Schenken Sie dem Hund nicht zu viel Aufmerksamkeit. Die Hunde lernen sehr schnell, dass ihnen nun nichts mehr geschieht. Sie fühlen sich sicherer und könnten versuchen nun in Ihre bestehende Rangfolge einzugreifen. Die Hunde haben in den meisten Fällen gelernt, ihre Besitztümer zu verteidigen und dazu könnten auch Sie gehören. Lassen Sie es nicht zu, dass der Pflegehund die Hunde aus Ihrem bestehenden Rudel abdrängt oder ausgrenzt, wenn es um Aufmerksamkeit geht. Bitte streicheln und begrüßen Sie Ihre Hunde immer zuerst und dann Ihren Pflegehund. Schicken Sie den Hund gegebenenfalls auch mal weg.

3.Unsere Pflegehunde kennen in der Regel keinen Besitz, der unumstritten ist, also wird der Besitz erstmal verteidigt vor Hunden und halt manchmal auch vor Menschen, hier muss man sich merken, diese Tiere haben gelernt "hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner". Also, bitte machen Sie dem Hund seine Beute erst einmal nicht streitig sondern tauschen Sie doch lieber "gibst du mir/ gebe ich dir" so können die Hunde lernen, dass Besitz abtreten durchaus positive Folgen hat. Lassen Sie weder Spielzeug noch Fressen unbeobachtet herumliegen, hieraus könnten Beißereien entstehen, die nicht nur Kosten für den Verein verursachen, sondern auch Verhaltensstörungen der Pflegehunde bewirken könnten. Füttern Sie Ihre Hunde zuerst und erst dann den Pflegehund. Weisen Sie dem Hund einen festen Platz im Haus zu, an dem er sich ungestört zurückziehen kann.

4.Lassen Sie Ihre Pflegehunde bitte nicht im Bett schlafen oder auf der Couch liegen, dieses ist für manche Menschen unhygienisch und muss dem Hund mühsam wieder abtrainiert werden. Außerdem gestehen Sie dem Hund damit Rechte zu, die ihn in einen Konflikt bringen, ich darf im Bett liegen aber nicht meine Beute verteidigen, was bin ich den nun, Over- oder Underdog? Hunde in einem solchen Konflikt sind unglücklich, ein Hund möchte geführt werden, eine klare Linie im Leben haben und möglichst wenig selbst entscheiden.

5.Seien Sie konsequent in der Erziehung. Ein Verbot sollte durchgesetzt werden. Versuchen Sie, möglichst einfache Kommandos zu geben, bedenken Sie, manche Hunde kennen weder ein Leben im Haus noch die deutsche Sprache. Führen Sie den Hund solange an der Leine, bis er eine wirkliche Bindung zu Ihnen hat, vermeiden Sie es, dass der Hund an der Leine reißt und zerrt.

Über Ergänzungen wäre ich natürlich froh, jeder hat ja andere Erfahrungen gemacht.

Zuletzt bearbeitet von kiki_chaos am 21 Jan 2007 2:05, insgesamt einmal bearbeitet
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:30

Verfasst am: 20 Jan 2007 17:48 Titel:

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Super gut, die Empfehlungen

wichtig finde ich auch einen geregelten Tagesablauf - gibt den Hunden Sicherheit
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Grüssle Marga




Vergebung ist keine einmalige Sache,Vergebung ist ein Lebensstil.
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:32

Verfasst am: 21 Jan 2007 10:18 Titel:

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super, bin heilfroh über jeden tipp!

gibts noch tipps wie die eingliederung gleich am anfang vor sich gehen soll, bzw. wie ich im speziellen valerio der nächste woche zu uns kommt, meinen beiden burschen präsentieren soll
danke alex
_________________
Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen.
(Konrad Lorenz)
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:32

Verfasst am: 21 Jan 2007 10:52 Titel:

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ich muss mich dann auch mal outen...
stella hat die ersten nächte sogar bei mir im bett geschlafen (hätte ich vorher nieeeeeeeeeeeeemals geglaubt, das es mal soweit kommen würde ). aber sie war so voller angst, und es hat ihr einfach gut getan...nun liegt sie immer ganz brav VOR meinem bett, und es klappt prima....jaja, aufs sofa darf die kuschelmaus auch*ggg*
ich denke auch, das ist immer eine ganz individuelle entscheidung...
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LG von Anja mit den Black Beauties "Diva Stella" und "Herzenshund Ravel"!


Am gefährlichsten sind die Menschen, die verletzt wurden, denn sie wissen, wie man
überlebt!!
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:33

Verfasst am: 21 Jan 2007 11:10 Titel:

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alex hat folgendes geschrieben:
super, bin heilfroh über jeden tipp!

gibts noch tipps wie die eingliederung gleich am anfang vor sich gehen soll, bzw. wie ich im speziellen valerio der nächste woche zu uns kommt, meinen beiden burschen präsentieren soll
danke alex


Ich kann dir nur empfehlen die erste Begegnung auf neutralem Boden stattfinden zu lassen. Also nicht im Revier 1.Ordnung wie Haus und Garten. Wenn du Möglichkeit hast, sollte jemand mit deinen Hunden irgendwo draußen warten und dann gemeinsam eine Minispazierrunde drehen.
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:34

Verfasst am: 21 Jan 2007 12:13 Titel:

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Tolle Tipps. Das hast du wirklich gut gemacht, Kerstin.

Vielleicht könnte man noch ergänzen, dass ein Neuankömmling ganz besonders gegen Entlaufen gesichert werden muss?

Und was zur Stubenreinheit? Oder führt das dann schon zu weit? Manchmal ist weniger ja mehr...
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:35

Verfasst am: 19 Jan 2008 11:45 Titel:

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ich würd gerne mal wissen, was ihr denkt, wie alt die leute auf der pflegstelle sein dürfen..

wenn ich hier die ganzen notfälle lese, fällt mir jedesmal eine frau ein, die im sommer ihren alten hund einschläfern lassen mußte.
ich kenne sie weiter nicht, aber als wir uns neulich im wald trafen und ins gespräch kamen, meinte sie, sie wolle keinen hund mehr, da er sie dann eventuell überlebt.

aber sind nicht genau solche leute gut für so arme seelen wie z.b. beaver?

habt ihr da erfahrungswerte?

danke,

lg nicole
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:35

Verfasst am: 19 Jan 2008 13:13 Titel:

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Ich persönlich würde das nicht am Alter festmachen... und gerade ältere Hunde würden doch auch sehr gut in so ein Zuhause passen.. junger, wilder Welpe muss da echt nicht sein... aber z. B. so ein Sonnenscheinchen wie Phil..warum nicht? Wann wir sterben müssen, wissen wir doch alle nicht..
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LG an alle...Stefanie....

Der Eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,
der Andere packt sie kräftig an und handelt!
(Dante Alighieri)
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:36

Verfasst am: 19 Jan 2008 13:37 Titel:

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Ich meine, dass es einerseits von der Person selber abhängt, ob man ihr einen bestimmten Hund zutraut (wie man ja immer bei der VK anschätzen muss), und wie ggf. ihr Umfeld ist.
Hat sie Kinder, die sie (notfalls) unterstützen, oder Nachbarn, die den Hund auch mal nehmen könnten (falls mal ein Krankenhausaufenthalt ansteht) etc.pp.

Ansonsten passt auch nicht jeder ältere Hund zu jedem älteren Menschen, das ist ja ganz klar. Berta z.B. wär nix für eine zierliche Oma, die würde sie aus den Pantoffeln hauen und ihr das Schultergelenk auskugeln. Fricka wär da schon eher geeignet, obwohl jünger als Berta.
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Liebe Grüße von Kerstin, Berta und Fricka



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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:37

Verfasst am: 28 Jan 2010 11:49 Titel:

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mal nach oben schieben...
Verfolge ja nun schon seit letztem Sommer euer Forum - einfach spitze: Übersichtlich, informativ, regt zum Lachen und auch zum Nachdenken an...

Bin am überlegen, ob wir vllt. 'ne PS machen könnten (und eine Bekannte auch)...ich habe auch schon mal mit Andrea deswegen telefoniert. Finde auch die Beiträge oben sehr informativ, aber ein paar weitere Fragen hätte ich schon noch. Kann mir hier vllt. jemand weiterhelfen????

Also:
- wie ist das bei euch mit Kidis und Pflegehund? Es heißt ja immer, am Anfang soll man die Hunde in Ruhe lassen, evtl. sogar ignorieren. Klappt das bei euch echt auch mit den Kidis???? Also meine Drei sind zwar schon hundegewohnt, aber trotz allem Kinder....Sie versprechen zwar, Rücksicht zu nehmen, aber ob das so klappt??? Andererseits haben die Drei letztes Jahr wochenlang Erfahrungen mit Gismos Rasselbande gesammlt...

- Es wird angesprochen, daß am Anfang die Hunde (also Eigenhund und Pflegehund) sich am besten auf neutralem Boden kennen lernen sollten. Leuchtet ein, aber dann.....???? Äääähhhh, dann sind sie ja doch zusammen in einer Wohnung....wir haben zwar ein eigenes Haus, wohnen aber im ersten Stock. Garten ist auch da, aber unser Gismo ist nur zeitweise draußen. Ich meine, er lebt bei uns in der Wohnung und ist kein Hofhund oder so...
/(Klingt umständlich, nicht wahr? Weiß aber nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll.)

- War bei euch von Anfang an die ganze Familie begeistert, oder gab's auch Einige die Überzeugungsarbeit leisten mussten????

- Habe überlegt, daß für den Anfang wahrscheinlich ein Welpen am einfachsten wäre. Bin ja auch nur 'Familienmanagerin', also eigentlich den ganzen Tag zuhause. Doch es kommt natürlich auch bei uns mal vor, daß wir für 1-2 Tage weg sind. Immer kann ich da Hunde nicht mitnehmen. Gismo ist dann bei meiner Mama oder bei Freunden. Wäre es denn 'erlaubt', in so einem Fall den Pflegi auch an meine Mama oder eine Freundin zu geben???? Will ich natürlich möglichst vermeiden, aber manchmal kommt's halt anders als man will....

- Gibt's den Leitfaden für Pflegestellen noch?

Sorry, sind doch ganz schön viele Fragen geworden. Aber ich möchte möglichst genau wissen, was mit einer PS auf uns zu kommt, damit es dann für den Pflegi auch wirklich gut läuft!!!!

Danke an alle, die sich die Mühe machen meinen 'Roman' zu lesen und zu antworten.

Grüsse,
Ilona mit Gismo
und Kidis (11,11,7)
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:38

Verfasst am: 28 Jan 2010 11:59 Titel:

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3mäderlhaus hat folgendes geschrieben:

- Es wird angesprochen, daß am Anfang die Hunde (also Eigenhund und Pflegehund) sich am besten auf neutralem Boden kennen lernen sollten. Leuchtet ein, aber dann.....???? Äääähhhh, dann sind sie ja doch zusammen in einer Wohnung....wir haben zwar ein eigenes Haus, wohnen aber im ersten Stock. Garten ist auch da, aber unser Gismo ist nur zeitweise draußen. Ich meine, er lebt bei uns in der Wohnung und ist kein Hofhund oder so...
/(Klingt umständlich, nicht wahr? Weiß aber nicht, wie ich es sonst ausdrücken soll.)



Manche Hunde fühlen sich überrumpelt, wenn ein anderer Hund direkt das eigene Revier betritt. Wenn die sich vorher aber kurz kennenlernen durften, dann klappt das oft besser.
_________________
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:39

Verfasst am: 28 Jan 2010 12:49 Titel:

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Ich finde es gut, daß Du Dir so tiefgehende Gedanken machst! Ich versuch mal, ein paar von Deinen Fragen zu beantworten:

3mäderlhaus hat folgendes geschrieben:

Also:
- wie ist das bei euch mit Kidis und Pflegehund? Es heißt ja immer, am Anfang soll man die Hunde in Ruhe lassen, evtl. sogar ignorieren. Klappt das bei euch echt auch mit den Kidis???? Also meine Drei sind zwar schon hundegewohnt, aber trotz allem Kinder....Sie versprechen zwar, Rücksicht zu nehmen, aber ob das so klappt???


Da mußt Du Deine Kinder selbst beurteilen können. Wie verständig sind sie? Wie gut halten sie sich an Grenzen?
Man kennt die Hunde und ihre Reaktionen halt nicht. Manche möchten nicht eng beknuddelt werden. Andere sind so begeistert, daß sie alles von den Beinen holen, was im Weg steht. Wieder andere kennen keine kleinen Menschen, sind unsicher und knurren erst mal.

3mäderlhaus hat folgendes geschrieben:
- Es wird angesprochen, daß am Anfang die Hunde (also Eigenhund und Pflegehund) sich am besten auf neutralem Boden kennen lernen sollten. Leuchtet ein, aber dann.....???? Äääähhhh, dann sind sie ja doch zusammen in einer Wohnung....


Das hat Kerstin schon erklärt: Erstkontakt außerhalb des Reviers ist häufig problemloser. Dann gemeinsam reingehen.

3mäderlhaus hat folgendes geschrieben:
... wir haben zwar ein eigenes Haus, wohnen aber im ersten Stock.


War bei uns bisher auch so. Ich mußte die meisten erst mal tragen. Das überlegt man sich mehrmals, ob man sich einen von der Fahrt gestreßten, völlig fremden Hund auf Gesichthöhe nimmt.
Ist aber immer gut gegangen.

3mäderlhaus hat folgendes geschrieben:
- War bei euch von Anfang an die ganze Familie begeistert, oder gab's auch Einige die Überzeugungsarbeit leisten mussten????


Nein, bei uns mußte Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Mein Mann und ich entscheiden jetzt immer zu zweit, welchen Hund wir nehmen. Wir nehmen keinen, der uns beiden auf den Bildern unsympathisch ist.

3mäderlhaus hat folgendes geschrieben:
- Habe überlegt, daß für den Anfang wahrscheinlich ein Welpen am einfachsten wäre. Bin ja auch nur 'Familienmanagerin', also eigentlich den ganzen Tag zuhause.


Du mußt dann entweder häufig putzen oder wie die Feuerwehr die Treppe mit dem Kerlchen runter. (Geht alles, ist halt nicht sehr gemütlich. ) Außerdem neigen Welpen zum Beißen und Knabbern und halten vielleicht nicht die ganze Nacht dicht.

3mäderlhaus hat folgendes geschrieben:
Doch es kommt natürlich auch bei uns mal vor, daß wir für 1-2 Tage weg sind. Immer kann ich da Hunde nicht mitnehmen. Gismo ist dann bei meiner Mama oder bei Freunden. Wäre es denn 'erlaubt', in so einem Fall den Pflegi auch an meine Mama oder eine Freundin zu geben???? Will ich natürlich möglichst vermeiden, aber manchmal kommt's halt anders als man will....


Wenn gewährleistet ist, daß die Urlaubsvertretung den Hund richtig behandelt und nicht entwischen läßt, ist das eigentlich kein Problem.

Ansonsten hängt viel am jeweiligen Hund. Generell kann man sagen, daß ca. die ersten beiden Tage für Hund und Familie unter extremem Streß stattfinden. Es kann da zu unerwünschten Hundereaktionen kommen, die so normalerweise nicht kämen.

Nach ca. zwei Wochen wird es deutlich ruhiger. Man kennt sich, den Tagesablauf und die Bedürfnisse etwas besser und alle gewöhnen sich so langsam aneinander.

Ich habe mir die ersten Tage nach Möglichkeit nicht so viel vorgenommen und Staubsauger und Co. erst mal stehen lassen. Habe - wenn vom Hund gewünschst - viel Zeit auf dem Teppich verbracht. Wenn man selbst ruhig ist, kommt auch der Hund schnell runter. Aber manche sind auch völlig fertig und schlafen erstmal ein paar Tage aus.

Es ist jedenfalls immer ein Abenteuer, oft kommt es ganz anders als gedacht. Sehr spaßig, vor allem anfangs aber auch recht anstrengend.

Es ist so schön und sehr befriedigend einen schlecht behandelten Hund aufblühen zu sehen. Das Gefühl, wenn sie aus sich herauskommen und das erste Mal spielen, ist unbeschreiblich.

Gruß, Marion
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:40

Verfasst am: 28 Jan 2010 14:58 Titel:

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Bzgl. der Kinder (wir haben auch zwei: 4 und Cool finde ich es viel anstrengender, dass niemand eine Tür auflässt. Da verwandelt sich unser Haus immer erstmal in einen Hochsicherheitstrakt. Selbst Besucher werden eingeschlossen und müssen mir halt sagen, wenn sie rauswollen.
Dass sie den Hund erstmal in Ruhe lassen müssen, klappt bei uns problemlos. Das verstehen sie sehr wohl. Besuchskinder sind da schon schwerer zu überzeugen. Man muss halt seine Augen immer überall haben.

Unsere Hündin kann sehr hexig anderen Hunden gegenüber sein. Erstkontakt also ausserhalb des Grundstücks, aber dann gehen wir gemeinsam ins Haus. Wer hier wohnt, bestimmen immer noch wir!
Unsere Hündin ist mit den Pflegehunden am Anfang dann immer sehr streng: alles ihrs!
Das gibt sich aber nach ein paar Tagen.

LG
Eva
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:40

Verfasst am: 28 Jan 2010 16:16 Titel:

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Das mit der "strengen Hündin" kenne ich: Henri und der jetzige Pflegi durften am ersten Tag noch nicht mal atmen :-) geschweige denn an einem Platz liegen, der auch nur ansatzweise schön und kuschelig sein könnte...
Aber da kann ich auch ganz gut steuern, wenn meine Hündin es übertreibt, da ist es natürlich gut, wenn klar ist, wessen Wort das höchste Gesetz ist

(Henri gehört ja zu den Settern, die gerne und ausdauernd in 50 verschiedenen Tonlagen und Melodien quietschen, der stand dann immer regungslos da, wo meine Hündin ihn aufgriff, und quietschte seelenerweichend hilflos bis ihn irgendwer/irgendwas rettete )
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Re: Hilfe für Pflegestellen

Beitrag  digedag am Di 19 Okt 2010, 03:41

Verfasst am: 31 Jan 2010 15:54 Titel:

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Danke, für die tollen Antworten.

Marion, da hast du dir echt viel Mühe gemacht - danke!!! Aber auch die Anderen.................echt gute Infos für uns................

Ich denke ..............................höchste Zeit Familienrat einzuberufen (gut daß bei uns die Mädels in der Überzahl sind).

Würde doch so gerne auf diese Art helfen.

lg,
Ilona mit Gismo und Kidis
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