Canile di Rieti, der Canile, den es nicht gibt

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Canile di Rieti, der Canile, den es nicht gibt

Beitrag  Monika am So 24 Okt 2010, 17:15

Monika schrieb:

http://www.firmiamo.it/caniledirietiilcanilechenonce

Die italienische Petition, bisher jämmerliche 920 Unterschriften, aber sie läuft anscheinend noch
(ich setze sie wieder hier ein, weil der Text über die Zustände nach wie vor aktuell ist):
auf Firma (Unterschrift) klicken
dann die Felder Email, Name, Zuname, handynummer (würde ich nicht angeben), CAP=Postleitzahl ausfüllen, unten ist ein Kommentar möglich und accetto anklicken als akzeptiert.
Man bekommt eine Email mit einem Link, den man anklicken muß, um die Unterschrift zu bestätigen.

Wer die schon abgegebenen Stimmen ansehen will, klicke auf Lista firme


TEXT:
Die Petition
Canile di Rieti "der Canile den es nicht gibt"
ist erstellt und geschrieben worden von Francesco Baraldini.
01.08.09

Der Canile, den es nicht gibt

Colle Arpea, Provinz Rieti.
Wenn man den Namen dieser Gemeinde in die Suchmaschinen im Internet eingibt, sind die ersten Ergebnisse, die man erhält, Appelle und Artikel über die katastrophale Situation des Canile "Bamby".
Wenn man nach Informationen im Dorf Rieti fragt, weiß niemand etwas und so mancher weiß nicht mal von der Existenz des Canile.
Eine Ansammlung von Baracken, wo bis vor zwei Jahren 800 Hunde eingesperrt waren, wo die grundlegendsten hygienischen Regeln nicht existierten, wo sie an Hunger, Kälte und Krankheiten starben. Wo nur 2- 3 festangestellte Arbeiter waren, um die Tiere zu versorgen.
Im Jahr 2005 ist die Zahl der Hunde auf 450 gesunken und das sicher nicht wegen der erfolgreichen Adoptionen (!), nichts hat sich geändert:
die Hunde sterben noch immer an der Kälte, an der mangelhaften Hygiene, an behandelbaren Krankheiten.
Die Einrichtung hat sich geändert: neue Gebäude, viele Hoffnungen,
aber in kaum einem Jahr ist alles wieder so geworden wie zuvor,
der Boden mit Exkrementen, Kot gepflastert,
mit Plastikeimern als Freßnapf - ürsprünglich für andere Zwecke gebraucht.
Keine Hundehütte, kein Hundekorb, nur feuchte und schmutzige Holzbretter, auf denen die eingesperrten Hunde des "Canile, der nicht existiert" auf den Tod warten.
Im September des letzten Jahres ist die Forestale in den Canile Bamby gegangen und nach den Berichten in den Zeitungen hätte der Moment der Revanche kommen können, aber es ist, als ob sich nichts im Canile von Rieti geändert hat?
Weil Greta und Leo - auf dem Foto- vor wenigen Wochen gestorben sind?
Und mit ihnen viele andere ? Warum sorgt sich keiner in Rieti um diese Hunde, Opfer ihrer Verwalter, der privaten Firma, die den Canile betreibt?
Weil nach der Blitzaktion der Forestale keiner mehr davon gesprochen hat, weil die direkt beteiligten Parteien ( die Gemeinden unter Vertrag, ASL, Forestale) den offensichltichen Fakten nicht nachgehen.
Wir müssen wieder einmal zu der Erkenntnis kommen, dass wir ein Canile Lager vor uns haben, das keiner sehen will.
Und die wenigen, die die Augen öffnen wollen für diese Hunde und im Herzen die Entschlossenheit jener haben, die an Gerechtigkeit und an das Leben glauben, sind verzweifelt an den Schwierigkeiten mit einer langsamen vor sich hin dösenden Bürokratie und der nur geringen (n i c h t ) vorhandenen Sensibilität.
Die Hunde von Rieti sind da, sie wollen es schaffen und erwarten täglich Hilfe von ihren drei Engeln.
Sie brauchen kein Futter und kein Geld, das wäre da, (von mir: und es hilft ihnen dennoch nicht, weil sie nicht versorgt werden),
die private Firma, die den Canile leitet, hat Verträge mit 87 der 90 Gemeinden der Provinz Rieti.
Aber was brauchen sie dann?
Dass die Bombe platzt, dass jemand entscheidet, alles einschließlich der Hunde zu konfiszieren wegen Mißhandlung, schlechter Haltung:
das ist die einzige Hoffnung für jene Hunde, der einzige Weg dort hinaus.
Das würde den drei Engeln (von mir: die drei Engel sind drei italienische Tierschützer, zwei Frauen,
eine davon ist
Laura
www.adozionicani.it
und ein Mann), den Tierschutzorganisationen, und den Menschen mit Herz erlauben, sie in erster Linie zu versorgen und zu entscheiden, wer krank ist und Hilfe braucht, und wer bereit sein könnte für eine neue und sehnsuchtsvoll wartende Familie.

Nachtrag von mir:
Die Forestale, also das Corpo Forestale dello Stato (staatliche Forstbehörde) ist eine italienische Polizeibehörde, die dem Landwirtschaftsministerium in Rom untersteht.
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Monika
Klettenentferner

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Ort : Bayern

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