Post von * Polly, jetzt Bea *

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Post von * Polly, jetzt Bea *

Beitrag  morgana72 am Sa 16 Okt 2010, 19:46

Liebe Doris,

nun will ich mir endlich einmal die Zeit nehmen um Dir ein paar Worte zu schreiben. Worte, mit denen ich mich bei Dir und all Deinen Helferlein in Italien u. Deutschland, ohne die ich sicherlich heute noch in diesem schrecklichen Tierheim sitzen würde, bedanken möchte. Aber ich möchte Dir auch über mein unendliches Glück berichten. Du weißt ja, wie ich ausgesehen habe als mich Frau Müller zusammen mit Diva aus Mailand gebracht hat und nun habe ich mich von dem kleinen, kranken, an so vielen Stellen haarlosen, traurigen Entchen mit viel zu großen Füßen, in einen schönen und rundherum glücklichen Schwan verwandelt. Als ich vor zehn Tagen schweren Herzens meine Pointerfreundinnen Maja und Amelie verlassen musste, hatte ich so große Angst, dass mein neues, gutes Leben nun wieder jäh zu Ende sein würde. Oh, wie habe ich mich getäuscht! Ich habe den Pointerhundehimmel auf Erden gefunden! Meine neue Familie hatte nämlich schon 12 Jahre lang ein Pointermädchen u. deswegen wissen sie ganz genau was so ein Pointerherz zum Glücklichsein braucht.

Tina und Wolfgang, so heißen meine neue Eltern, brauchte ich gar nicht erst klar zu machen, wo so ein verschmustes Mäuschen wie ich, schlafen möchte, vom ersten Tag an war klar, ihr Bett ist auch mein Bett und so liege ich nachts zwischen den beiden und genieße meine Streicheleinheiten. Wie gut, dass ich mit Mäxchen dem Kater, mit dem ich mich übrigens schon angefreundet habe, und nicht mit Peitschen-Lola, einer Leguandame oder Rudi, dem Graupapagei, oder mit einem der vielen anderen Tiere die noch hier leben, meine Schmuseeinheiten nachts teilen muss. Alle hier sind soooo lieb zu mir. Nur eines fällt mir doch noch recht schwer, das ist das frühe morgendliche Aufstehen. Da meine neue Familie einen eigenen Reitstall hat in dem elf Pferde versorgt werden müssen, heißt es schon um halb fünf morgens raus aus den Federn und dabei würde ich doch so gerne noch ein paar Stündchen mit Wolfgang dösen. Aber da mich Tina immer so lieb bittet, kann ich nicht widerstehen und genieße dann doch unsere ersten Spiel- und Rennrunden in der Reithalle. Ich muss schon sagen, dass so eine eigene Reithalle viele Vorteile hat. Wenn es regnet wird man beim Pipimachen nicht nass und ständig kommen irgendwelche Menschen, die dann oft ein Leckerlie für mich in der Tasche haben. Erst dachte ich, die möchten alle nur mich besuchen, aber dann setzen sie sich auf diese großen Tiere, ich glaube die Menschen nennen sie Pferde und gehen immer im Kreis herum. Das finde ich inzwischen doch schon ganz schön langweilig und so geh ich dann lieber zu Rudi meinem Freund dem Graupapagei, der ruft nämlich immer so schön "Bea, Bussi,Bussi" und wenn ich dann angeflitzt komme, klettert er in seinem Käfig nach unten und schnäbelt mit mir. Ego, der 12 Jahre alte Beo, dagegen erinnert mich doch sehr an die Krähen denen ich draußen so gerne hinterher jage, aber leider finden Tina und Wolfgang mein Interesse an ihm so gar nicht lustig und so versuche ich ihn eben schweren Herzens zu ignorieren.

Da wir inmitten von Feldern und Wiesen wohnen, freuen sich Frauchen und Herrchen ganz besonders, dass ich nicht nur eine Schmusebacke sein kann, sondern meiner Aufgabe unser Haus zu bewachen und jeden Besucher zu melden, so vorzüglich nachkomme. Leider ruft jetzt die Pflicht und ich muss Frauchen unbedingt wieder mein Bäuchlein zum Streicheln zur Verfügung stellen. Da meine Pflegefamilie mich noch immer so sehr vermisst und Tina und Wolfgang deswegen in ständigem Kontakt mit ihnen stehen, wirst Du bestimmt noch oft von mir hören.

Ganz liebe Grüsse von Bea ehemals Polly
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