Zirkusdompteur mit sechs Bären behördlich gesucht: PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

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Zirkusdompteur mit sechs Bären behördlich gesucht: PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Beitrag  Cathexeelfe am Fr 05 Apr 2013, 18:06

Zirkusdompteur mit sechs Bären behördlich gesucht: PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus
Stand: 4. April 2013

Wiesenburg/Mark (Potsdam-Mittelmark) / Gerlingen, 4. April 2013 – Sechs Bären nach tierquälerischer Haltung spurlos verschwunden: Im Wiesenburger Ortsteil Medewitz – das Winterlager des umstrittenen Zirkus Aramannt – mussten sechs ausgewachsene Bären seit mindestens einem Monat auf einem knapp 20 Quadratmeter kleinen Zirkusanhänger ausharren, versteckt vor der Öffentlichkeit und Behörden. Als die zuständige Kreisveterinärbehörde Potsdam-Mittelmark die Tiere Ende März nach einer Meldung der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. befreien und in einen Bärenwald überführen wollte, wurden die Bären über Nacht von den Zirkusverantwortlichen an einen unbekannten Ort verbracht. PETA beteiligt sich mit den Veterinärbehörden an der Suche nach den verschwundenen Tieren und setzt nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Auffindung der Bären führen. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können, wenden sich bitte per E-Mail an PETA. Die sechs Bären sind vermutlich noch auf einem roten, etwa 7,5 Meter langen Anhänger mit dem amtlichen Kennzeichen MS – LC 90 untergebracht.

„Die sechs Bären befinden sich in dem Käfigwagen in höchster Not, denn dort mangelt es ihnen an grundlegender Versorgung und der Möglichkeit zur artgerechten Bewegung“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Um sich den Maßnahmen des Veterinäramtes zu entziehen, haben die Zirkusmitarbeiter die Bären über Nacht verschwinden lassen, eine typische Vorgehensweise bei vielen Zirkusbetrieben.“

Auch der Halter der Bären, Hendry Spindler, ist derzeit untergetaucht. Bereits 2003 wurde er wegen der mangelhaften Bärenhaltung vom Amtsgericht Hagen zu einer Geldbuße von 500 Euro verurteilt. Auch in den Folgejahren wurde die mangelhafte Bärenhaltung immer wieder von Tierschützern beanstandet. Trotzdem wurde Spindler mit fünf seiner Bären 2008 von der Produktionsfirma SATEL Film GmbH im Auftrag der ARD und des ORF engagiert, um in dem Film „Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno“ mitzuwirken. PETA forderte daraufhin den Stopp der Produktion.

Dass Zirkusse ihre Wildtiere verschwinden lassen, um behördlichen Vollzugsmaßnahmen zu entgehen, ist nicht neu: Neben mehreren anderen Zirkussen hat auch der Zirkus Giovanni Althoff 2005 seine Elefanten über Nacht vor dem Veterinäramt Bad Kreuznach ins Ausland gebracht.

Die Bären waren und sind vermutlich weiterhin in einem roten Anhänger untergebracht / © PETA

Weitere Informationen:
PETA.de/Zirkus

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de
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